Wir haben’s geschafft – Enactus Müchen ist World Champion 2013!

am 1. Oktober 2013 · Abgelegt in Blog, News

Weltweit Lebenschancen verbessern

München/Cancún, 3. November 2013 – Das Enactus-Team der Technischen Universität München hat den World Cup der Studentenorganisation Enactus gewonnen, der in diesem Jahr in Cancún (Mexiko) stattgefunden hat. Die Münchner begeisterten am 1. Oktober die mit über 400 internationalen Unternehmensvertretern besetzte hochkarätige Jury – vor allem mit dem Projekt EinDollarBrille. In Cancún traten 36 Enactus-Teams mit Projekten an, welche gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Ansätzen lösen. Rund 1.000 Studierende von allen Kontinenten nahmen an der Veranstaltung teil.

Am zweiten Tag des Wettbewerbs setzten sich die Münchener im Finale gegen Teams aus Großbritannien, Nigeria und Puerto Rico durch. Nach Regensburg 2011 gelang es dem Münchner Enactus-Team erneut, den Titel für das beste Enactus-Team, nach Deutschland zu holen.
Enactus ist eine internationale, unpolitische und gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die mit 62.000 aktiven Studenten von über 1600 Hochschulen zu den größten studentischen Initiativen der Welt gehört. Die Studenten engagieren sich ehrenamtlich, im Rahmen von eigenen Projekten, bedürftige Menschen sowohl lokal als auch global zu unterstützen.

Enactus München Projekte

Das 2009 gegründete Team der TU München präsentierte in Mexiko zwei internationale Projekte. Das Projekt EinDollarBrille findet in enger Zusammenarbeit mit dem EinDollarBrille e.V. (www.eindollarbrille.de) statt. Zum Einsatz kommt die vom Gründer des Vereins, Martin Aufmuth, erfundene EinDollarBrille und die von ihm entwickelte Technik zu deren Herstellung. Aufmuth hat eine Biegevorrichtung erfunden, die es ermöglicht, aus einem Draht und zwei Gläsern eine Brille für rund 1 USD zu produzieren. Auf der Grundlage dieser Erfindung haben die Studenten aus München passende Geschäfts-, Ausbildungs- und Finanzierungsmodelle weiterentwickelt und die Modelle bei Trainings in Burkina Faso, Ruanda und Bolivien an bisher arbeitslose und teilweise gehandicapte Menschen vermittelt. Von dem EinDollarBrille-Projekt profitieren sowohl die Menschen, die dank der Sehhilfe wieder arbeiten oder am Schulunterricht teilnehmen können als auch diejenigen, die nun als Unternehmer ein Auskommen finden.
Mit dem zweiten Projekt Beeconomy wird die Ausbildung von Imkern in Burkina Faso maßgeblich unterstützt. Die Studierenden haben ein gleichnamiges Spiel entwickelt, das den Auszubildenden langfristiges Investieren beibringt und die Resultate dessen offenbart, ohne dass dafür Lese- oder Schreibkenntnisse notwendig sind.

Weltweite Ausdehnung des Projekts im internationalen Enactus-Netzwerk

„Wir sind immer noch überwältigt von dem Erfolg des EinDollarBrille-Projekts beim World Cup und wünschen uns jetzt, dass es einen Riesenschub bekommen wird“, sagt der 23 Jahre alte Kai Hübner, einer der drei Teamleiter von Enactus München, der an der TU eine Kombination aus BWL und Elektrotechnik studiert. Hübner und die rund 20 in Cancún anwesenden Teamkolleginnen und -kollegen haben dort bei Enactus-Teams aus der ganzen Welt für ihre Idee geworben. „Wir haben am Rand des Events viele Partnerschaften geknüpft, mit Teams aus verschiedenen afrikanischen Ländern, aber auch mit den mexikanischen Gastgebern. Wir erhoffen uns, dass es das erste weltweite Enactus-Projekt wird. Unser Team ist sehr stolz, auf das, was es bisher erreicht hat und wird nun den Schwung nutzen, um mit tollen neuen Projekten in das nächste Jahr zu starten.“, berichtet Hübner.

Unternehmerisches Denken

An ähnlichen sozialen oder ökologischen Projekten arbeiten in ganz Deutschland 41 Enactus-Teams mit unternehmerischen Methoden: Sie identifizieren Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen, entwickeln Konzepte für den Wissenstransfer und unterstützen so Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Ziel ist es jeweils, mit solchen Ansätzen die Welt im Kleinen zu verbessern. Der studentische Nachwuchs lernt auf diese Weise in der Praxis, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Die Partnerunternehmen von Enactus wirken als Ratgeber und stehen den Teams mit ihrer Erfahrung zur Seite. In Cancún fieberten Unternehmensvertreter von Bayer, Evonik, KPMG und Siemens mit dem Enactus-Team aus München mit.

„Im Prinzip kann jedes Unternehmen uns bei unserer Arbeit unterstützen – ob mit Projekt- oder Persönlichkeitscoaching, Projektideen, einem Sponsoring oder Spenden.“, so Hübner. „Wir würden uns natürlich sehr darüber freuen, weitere Unterstützer zu gewinnen und noch mehr Menschen von unserer Arbeit überzeugen zu können.“.